Geld ist kein Ding

Im Forum der Österreichischen Hochschülerschaft fand eine interessante Diskussion statt. Ich hatte dort auf meinen Artikel über den Vorschlag zur Entschuldung Österreichs verlinkt, um darüber mit den WirtschaftsstudentInnen zu diskutieren. Vermutlich bedingt durch die Ausbildung auf der WU kamen nur Standardantworten wie "Der Staat muss sparen", "Das führt zur Hyperinflation" oder "Die faulen Bürger haben über ihren Verhältnissen gelebt".
Ich versuchte, dahin vorzustoßen, wo meiner Meinung nach das Problem liegt, nämlich im Geldsystem. Die ganze Diskussion beruhte jedoch auch auf einem Missverständnis. Geld wird als Ding gesehen - was es nicht ist.

Stephan Schulmeister - ein Neoklassiker erklärt das Geldsystem

Es war eine interessante Diskussion. Franz Hörmann und Ottmar Pregetter diskutierten im Burgkino mit Stephan Schulmeister - einem der bekanntesten Ökonomen Österreichs, angestellt beim WIFO und Berater der Regierung - über unsere Wirtschaft.
Nach einer guten Stunde blieb Schulmeister nur noch eine Möglichkeit: Die Flucht antreten. Was war passiert?

Lösungsvorschläge für das Problem der Gegenseitigkeit

Im vorherigen Blogpost habe ich über das Problem der Gegenseitigkeit geschrieben. Für dieses Problem gibt es bereits mehrere Lösungsvorschläge.
Welche das sind und wie wir die Lösungen und die Probleme zusammenführen könnten, sodass eine Erlösung davon entsteht, möchte ich hier erörtern.

Das Problem der Gegenseitigkeit

In einem vorangehenden Blogeintrag habe ich darüber geschrieben, dass Geld dem gegenseitigen Austausch dient. Wir brauchen Geld nicht, um uns gegenseitig etwas zu schenken. Wir brauchen Geld nicht, wenn uns etwas gestohlen wird, also wenn uns etwas unfreiwillig genommen wird. Wir brauchen Geld ebenso nicht, wenn wir generalisiert tauschen. Wir brauchen Geld, weil wir etwas für unsere Leistung haben wollen. Geld dient in erster Linie der Gegenseitigkeit.
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