Was uns am Geldsystem stört

Was regt uns eigentlich an unserem Geldsystem und an den Erkenntnissen darüber besonders auf?

1) Die Unfairness:

 
-Erstens regt uns auf, dass wir so hart arbeiten müssen, um an Geld zu kommen, Geld jedoch einfach durch einen Buchungsvorgang entsteht, also eigentlich sehr leicht zu erschaffen ist.
-Zweitens regt uns auf, dass die Zinserträge nicht allen zugute kommen, sondern dass eine kleine Bevölkerungsgruppe vom System profitiert. Denn alle Schulden des Geldsystems werden auf die Preise abgewälzt. Man zahlt also auch Zinsen, wenn man nicht verschuldet ist. Prozentuell bekommt man jedoch weniger Zinsen, wenn man ärmer ist.
-Drittens: Wenn man Handarbeit in Thailand beispielsweise leistet, kann jeder Mensch gleich viel herstellen. Aber durch die Wechselkurse ist man beispielsweise aus dem Euroraum kommend dort reicher, obwohl man eventuell weniger arbeitet.

2) Die Instabilität:
-Durch die Kreditausweitung und wieder Einengung kommt es zu Boom und Bustphasen, zwischen Euphorie und Massenarbeitslosigkeit hin- und herpendelnd. Dies kann wiederum manipuliert und ausgenützt werden, im schlimmsten Fall, so wie in Griechenland, wird das Vermögen ganzer Staaten verhökert.
-Dadurch, dass bei einem Kreditgeldschöpfungsvorgang der Zins nicht mitgeschöpft wird, muss er von anderen Wirtschaftsteilnehmern erlangt werden. Bankrotte und Wettbewerbe sind dem System immanent. Dies fördert soziale und ökonomische Instabilität.

3) Der Wachstumszwang:
Durch den Schuldendruck müssen die Arbeit und die Schulden wachsen und mehr Werte der Natur entnommen werden. Dies bewirkt:
-Immer mehr Arbeit für immer weniger Leute in immer kürzerer Zeit.
-Immer größere Audehnung von Märkten, sowohl
*geographisch: EU, Globalisierung,... als auch
*auf immer mehr Bereiche: zum Beispiel auf Kultur wie Lieder über das Copyright, auf Erfindungen über Patente, aber auch über Luft über den Emmissionsrechtehandel.
Kaufen, was kaufbar ist und kaufbar machen, was nicht kaufbar ist. So lautet die Devise der Geldwirtschaft.

4) Die Enttäuschung:
Die Enttäuschung darüber, dass wir weder auf den Universitäten, noch in den Schulen über unser Geldsystem lernen. Das wirft die Frage auf, was wir dort noch nicht lernen.

5) Die teilweise Anonymität
Die generelle Anonymität des Geldes macht es für gesellschaftsschädliche Bereiche wie Geldwäsche und Korruption einsetzbar. Durch die unpersönlichen Transaktionen wird unverantwortliches Verhalten gefördert. Elektronische Überweisungen sind hingegen nur für manche Menschen anonym, was wiederum Machtmissbrauch ermöglicht.

Kommentare:

  1. Ja- nicht schlecht.
    Daher habe ich mich (heute 60) schon vor vielen Jahren entschieden, meine Altersversorgung in Gold und Silber anzulegen.
    Ich konnte das, weil ich als selbstständiger Handwerksmeister nicht der gesetzlichen Zwangsversicherung unterliege.
    Ich habe keine Zinsen für die Edelmetalle erhalten, aber ihr Wert hat sich vervielfacht.
    Es sind also keine Zinsgewinne entstanden.
    Alle Menschen die in eine Rentenkasse einzahlen, machen einen Fehler: Sie vertrauen dem Staat.
    Ich kann nur jedem raten für seine private Altersversorgung eine Variante zu finden, bei der:

    1. Keine Provisionen abgezogen werden, wie bei Riester u. Co.
    2. Die Gewinne legal nicht versteuert werden müssen.
    3. Der Staat keine Kenntnisse von hat.
    4. Nicht besteuert wird, wenn die Vorsorge im Alter verbraucht wird.
    5. Keine Krankenkassenbeiträge von bezahlt werden müssen;
    daher auch keine Zuzahlungen für Medikamente usw. usw.
    6. Alles sofort und augenblicklich in einen anderen Staat gebracht werden kann.
    7. Auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel anerkannt wird.
    8. Seit Jahrtausenden seinen Wert erhalten hat.
    9. Nicht durch Inflation oder Währungsreform wertlos werden kann.
    10. Beim Ableben des Inhabers der Altersversorgung, den Hinterbliebenen die Werte bleiben.
    11. Nicht bei der Berechnung von Wohngeld (bis 60.000 Euro Vermögen)angerechnet wird.

    Natürlich kann man Goldmünzen nicht essen, aber ungültige Banknoten auch nicht.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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    1. Lieber H.J. Weber!

      Danke für das Teilen deiner Einsichten und ich hoffe für dich, dass in deiner Pension Gold und Silber noch immer als wertvoll angesehen werden!

      mfg,
      Patrick

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