Über die Unterschiedlichkeit der Menschen

Vielen ist folgendes nicht wirklich bewusst:
Erstens: Unser Wissen beeinflusst unsere Wahrnehmung. Dadurch werden auch unsere Handlungen beeinflusst.
Zweitens: Es ist ein Gedanke der Aufklärung, dass alle Menschen gleich sind. Vor Gott gleich, vor dem Gesetz gleich, mit gleichen Fähigkeiten ausgestattet usw.
Dabei wird jedoch oft der Aspekt übersehen, dass die Evolution beim Menschen allzu oft nicht mehr nur genetisch verläuft, sondern dass sie auch auf kultureller Basis geschieht.
Wenn wir jetzt mit einem Menschen zusammen erleben, gehen wir davon aus, dass er es auf die gleiche Weise erlebt. Das tut er aber ganz bestimmt nicht. Das kann er gar nicht. Wir Menschen sind uns hier unähnlicher, als wir glauben.
Man könnte den modernen Menschen in tausende Arten nach seiner Denkweise einteilen. Das wurde ja schon versucht, wenn man bspw. manche Menschen als Optimisten bezeichnet, andere als Marxisten, wieder andere als Pragmatiker. Doch diese Einteilungen sind ziemlich sinnlos, weil jeder Mensch anders erlebt, fühlt, denkt. Was für den einen ein Segen ist, ist für den anderen eine Strafe. Wir tendieren immer dazu, zu verallgemeinern. Das ist auch oft gut und hilfreich. Man muss jedoch im Hinterkopf haben, dass die Realität komplexer ist und wir Menschen uns doch öfters unterscheiden, als man zunächst glaubt.

1 Kommentar:

  1. Ich halte Einteilungen für sinnvoll, weil sie helfen, sich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Das beste Orientierungssystem für mich ist: Eine gute Einteilung UND "consider its wrong" - damit findet man einen Weg, bleibt aber offen für das versgen des Kompasses.

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