Wo ist das Geld geblieben?

Der Leitzins in den USA sind beinahe auf Null, die Europäer überschwemmen die Wirtschaft mit billigem Geld. Doch wohin geht das Geld? Und warum fehlt es überall? Einige Fragen gilt es hier zu lösen, die wichtigsten sind meiner Meinung nach:
  • Kann man Geld verbrennen/vernichten?
  • Wo ist das viele Geld geblieben, das in die Märkte gespült wurde?
  • Wo ist der systematische Zusammenhang zwischen Geldentstehung und Wertschöpfung?

Kommentare:

  1. Um obige Fragen zu beantworten hilft es vielleicht, verschiedene Sichtweisen auf das Geld zu betrachten:
    *Geld als Gut
    *Geld als Information
    *Geld als reines Tauschmittel
    *Geld als Energie
    *Geld als Medium

    AntwortenLöschen
  2. Einige interessante Videos über das Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=zWHoo3Tkv38
    http://www.youtube.com/watch?v=rC720Cl3N-0
    http://www.youtube.com/watch?v=Obs7KCFO7bM
    http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
    http://www.youtube.com/watch?v=m70mb-tLcbk

    AntwortenLöschen
  3. Auf den Aktienmärkten wird jedenfalls kein geld verbrannt. Es wechselt den Besitzer bei der jeweiligen Transaktion. Der neue Besitzer der Aktie hat die Hoffnung, aber Null geld, der alte Besitzer hat das Geld. Es steckt auch nicht in Immobilien, wie jemand fälschlich in der "Zeit" geschrieben hat, sondern es haben die Immobilienhändler, die Handwerker, die ehemaligen Grundbesitzer, die Behörden, die Beamten (Bestechungsgelder). Die neuen Besitzer haben wiederum die Hoffnung (aber Null Geld).
    ich glaube der größte Irrtum ist, Wert mit Geld gleichzusetzen. Wer Aktien, Firmenanteile, Grund und Boden usw. besitzt, hat kein Geld, sondern nur die Hoffnung auf Geld. Erst, wenn er dafür Geld erhält, dann weiß er, was es wert war.
    Der Wert = die Hoffnung, einen bestimmten betrag Geld zu erhalten, doch diese Hoffnung kann falsch sein. Ich denke, die meisten menschen leben (gerne) in der Illusion, dass sie z.B. ein Haus um 1 Million gekauf haben und dass das haus einen entsprechenden Wert hat. Das ist allerdings ausschließlich die Hoffnung, wie viel Wert es wirklich hat, weiß man, wenn man das Geld vom Käufer tatsächlich erhalten hat.

    AntwortenLöschen
  4. PaulMcKeever schreibt: property is money only if reliably can be exchanged for most other property or for labor.
    Das bedeutet, dass money niemals property sein kann, weil man ja erst weiß, ob man es eintauschen kann, wenns soweit ist. und jeder im Alter meiner Eltern hat schon mal einen totalen Währungsverfall erlebt, wo geld nix mehr wert war.
    Ownership of a note is money, not the note.
    Ich halte es für theoretische Hirnwixerei, weil die Beispiele nichts mit der Frage zu tun haben, wo ist das Geld geblieben. Das beispiel vom Benzindeal, der erst 1 jahr später abgewickelt wird, zeigt es. Nach 1/2 Jahr ist die banknote in meiner Tasche vieelleicht schon ganz woanders und der deal wird nie stattfinden.
    Dass Goldmünzen nicht money sein sollen ist m.E Vollblödsinn. Was wenn nicht Gold ist Geldwert. Auch die Einschränkung was geld ist, läßt die Alternativwährungen außer Acht.
    Schuldscheine mit Geld gleichzusetzen ist auch falsch, weil Schuldscheine Hoffnung auf Geld sind. Wenn mir jemand Geld für so einen Schuldschein gibt, ist er ein Illusionist, wenn er glaubt, er besitze nun mehr als nur die Hoffnung auf Geld.
    der Beitrag ist für mich weniger informativ, was geld nun ist, sondern vielmehr, wie sieht ein Lawyer die Materie Geld. Das beispiel, einen Schuldschein mit geld gleichzusetzen, bedeutet nur, dass der Anwalt Geld bei einem Prozess bekommt. Paul McKeever verwechselt Hoffnung auf geld mit Geld und möglicherweise zu gewinnende Gerichtsprozesse für Geldwert. Der Besitzer des Schuldscheines kann sich seinen Exekutionstitel sonst wo hinschieben, wenn der, der das Geld dafür bekommen hat, dieses bereits weitergegeben hat.
    Das ist aber einem Lawyer egal, weil der meistens sein Geld vorher bekommt.
    Nicht einmal die Sparguthaben sind zuverlässig, wie man mittlerweile weiß.

    AntwortenLöschen
  5. Ich glaube es wäre hilfreich, sich auf Geld als Tauschmittel zu beschränken. Geld als Wertaufbewahrung = Geld als Bewahrer der Foffung. Denn ob geld, das man als Wertaufbewahrung spart, wirklich was wert ist, weiß man genau dann, wenn man dafür Erdäpfel bekommt. Ich glaube, das gilt für alle anderen "Geldformen" auch. Der Augenblick der Wahrheit ist der Augenblick des Tausches in Sache oder Dienstleistung.

    AntwortenLöschen

Creative Commons Lizenzvertrag
Diese(s) Werk bzw. Inhalt von Patrick Seabird steht unter einer Creative Commons Attribution 3.0 Unported Lizenz.