Warum die Nationalbank verstaatlicht wurde

Ich habe mich immer gewundert, weshalb die Österreichische Nationalbank (ÖNB) vor kurzem verstaatlicht wurde, die privaten Eigentümer also ihre Anteile freiwillig an den Staat Österreich verkauften. (siehe z.B.: Die Presse)

Hier ist die Antwort auf diese Frage:

Am Anfang steht die Europäische Zentralbank (EZB). Sie hat Quantitative Easing betrieben. Das bedeutet, dass sie von Geschäftsbanken Staatsanleihen kauft. Der Vorteil für die Geschäftsbanken: Sie werden die Staatsanleihen (z.B.: Griechische) los und bekommen gleich Geld. Die EZB hält daraufhin die Ramsch-Staatsanleihen. Weil die EZB so viele griechische und portugiesische Anleihen besitzt, sprechen viele schon von ihr als "bad bank" (Siehe z.B.: Der Spiegel). Wenn die EZB Verluste schreibt, müssen ihre Eigentümer Geld nachschießen. Die Eigentümer sind die nationalen Zentralbanken, also auch die ÖNB. Die Eigentümer der ÖNB waren bis vor kurzem der Österreichische Staat und zu einem Teil eben Private. Einen großen Teil hielt, wie im obigen Artikel erwähnt, die Raiffeisen Bank. Dadurch, dass diese Banken ihren Teil der ÖNB abstießen, befreiten sie sich auch von der Verpflichtung, der EZB indirekt Geld nachschießen zu müssen. Das ist der Grund, warum die ÖNB verstaatlicht wurde.

Es fällt auf, dass Finanzminister Josef Pröll diese "Verstaatlichung" zu einem für die Banken guten Preis durchführte. Pröll selber dazu: "Das ist es mir wert" (siehe erster Artikel oben). Wohlgemerkt: Nicht er persönlich hat das Geld spendiert sondern die Steuerzahler.

Kurze Zeit später trat er "aus gesundheitlichen Gründen" (Die Presse) als Finanzminister zurück und wurde gleich daraufhin von der Raiffeisen angestellt (siehe Orf.at), was vermutlich nur ein Zufall ist und nicht mit oben erwähntem Sachverhalt in Verbindung steht...oder vielleicht doch?

Kommentare:

  1. Über Abhängigkeiten, Chaos schaffen und neue Ordnung anbieten, Banken und deren mehrfach profitables tun, Starrsinn, Ignoranz, "der andere ist Schuld" etc.:

    Krise(n) schaffen: Die Eurokrise wurde durch die Immobilienkrise der USA mitgeschaffen (z.B.: Irland hat seine durch die Immokrise ins straucheln gekommenen Banken "retten müssen" - dies auch von der internat. Finanzlobby immer wieder betont, wie notwendig dies sei. Dadurch geriet Irland in Probleme. Griechenland war schon länger ein wirtschaftlich schwächeres Land in Europa, dieses wurde von Goldman Sachs in die Euro Zone geschummelt- dies auch als Karte, mit der man im Spiel der Finanzwirtschaft im richtigen Moment trumpfen kann, nämlich eine Kettenreaktion der Abhängigkeiten und des Chaos bewirken kann. Goldman Sachs hat schon bei der Weltwirtschaftskrise 1 (-siehe Wikipedia "Goldman Sachs" die Krise ausgelöst.)

    Banken wurden die letzten Jahrzehnte durch einen deregulierten Finanzmarkt seit den 1970ern bewusst "too big to fail" gemacht, Geld in Steueroasen zweck Intransparenz, konzentriert, immer mehr das tun global vernetzt;

    Banken "müssen" laut Lobby an Politiker Informationen bei Fehlern und Problemen gerettet werden (der Staat springt ein: Im aktuellen Geldsystem baut Geld(-schaffung) auf Banken auf: Neues Geld kann nur über Schulden bei Banken geschaffen werden. Der Staat borgt sich bei Banken Geld aus, um neues Geld zu schaffen (->wie Geld funktioniert).

    Der Staat ist aber und (so mehr)verschuldet, da er sich ja konstant Geld ausborgt oder an private Zentralbanken, wie die private, nicht staatliche Fed Zinsen für das Ausborgen bzw. die Geldschaffung zahlt und erhöht die Steuern. Dies bedeutet der Steuerzahler darf mehr Geld dem Staat zahlen bzw. Steuerleistungen wie Sozialleistungen oder Infrastrukturleistungen (zB USA schliesst Schulen), werden gestrichen. Bürger revoltieren in der Krise(England, Irland, Gri, Portugal, Spanien etc.) In der Eurozone fällt einer nach dem anderen durch Ratings von nicht unabhängigen US Ratingagenturen. Je schwächer der Euro, desto besser für den Dollar (bzw. noch mehr für die eigentlichen Interessen des Kartells dahinter).

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  2. Eigentlich könnten Banken selbst die Krise beseitigen- bei Banken und reichen Investoren dahinter, liegt viel, viel mehr Geld als diese Krise ausmacht.

    Ordnung anbieten. Ordo ab chao: Ordnung durch Chaos: Chaos schaffen, dann eine neue Ordnung anbieten. Dies ist das Motto. Dazwischen mird mehrfach profitiert und die Staaten werden noch abhängiger gemacht: zB beim hereinholen von (schwächeren) Ländern in die EU (Beratung etc), beim Stärken dieser Länder, beim Ausbau der eigenen Finanzleistung in diesen Ländern, beim in die Krise bringen (mehr Schulden des Staates bedeutet mehr Zinsen und Abhängigkeit), beim billigen Einkaufen von Infrastruktur (siehe Gri: Infrastruktur etc.), bei der Risiko-Verteilung zurück an den Staat etc. Der Staat wird dadurch noch abhängiger, das internationale Bankenkartell noch mächtiger.



    Nicht nur Geldbesitz ist Macht, sondern erst die Macht über die Schulden ist die wahre Macht, denn diese erzeugt Druck und Abhängigkeit.



    Und so kann man seine Vorgaben dem Schuldner-(nun den Staaten, die ja noch mehr Geld aufnehmen mussten)noch besser diktieren. Zudem ist die Haftung an diese verteilt und sie sind doppelt in der Klemme und können auch schnell zu Fall gebracht werden.

    Die Banken sind dazu ignorant, sie wollen nicht erkennen, dass diese die Krise verursacht und verstärkt haben (Investmentbanken wie Goldman Sachs, Deutsche Bank haben am Immomarkt in den USA die Krise stark geschaffen; andere Banken haben Produkte ohne mitdenken oder hinterfragen durch kurzsichtigem Denken gekauft); die Länderkettenreaktion: "PIGS", Portugal,Irland, Gri, Spanien.- wer ist dann Schuld? - man schiebt den Ländern die Schuld zu (PIGS wie BIGS -Schweine) bzw. über kontrollierte Medienbeiträge (z.B.: Kurier (=Raiffeisen)oder indirekten Mediendruck (Werbeeinschaltungen) zu; "es sind dann die Iren oder Griechen Schuld."

    Dass der Fehler aber beim Geldsystem, der Art der Geldschaffung, den Zielen des Finanzkartells, das den Staaten zur Abhängigkeit Staatsschulden ermöglicht (z.B.: Rothschild), bewusst geschaffenen Intransparenzen und Abhängigkeiten im Finanzwesen, dem Starrsinn und der Ignoranz mancher (mittelgroßer) Bankenbetreiber liegt, auch Fehler zu zu geben und sich gegen andere im System zu stellen, ist eine tiefer liegende Sache.

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  3. Noch ein Grund, warum die Vollverstaatlichung der ÖNB so leicht durchführbar war:
    Betrachtet man die kontinuierlich rückläufigen Gewinne der ÖNB über die letzten Jahre (verstärkt durch absurden Pensionsrückstellungen), so dürfte erkannt worden sein, dass da nicht mehr viel zu holen ist. Schließlich benötigen ja die Geschäftsbanken die Notenbank immer weniger.

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  4. Es gibt übrigens neue Informationen, die meinem Beitrag oben widersprechen:
    www.axel-troost.de/serveDocument.php?id=2515&file=4/4/2757.pdf

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