Artikel über Inflation in Agora 42

Im aktuellen Agora 42 - Ökonomie, Philosophie, Leben -, welches von Richard David Precht herausgegeben wird, ist ein, wie immer lesenswerter, Artikel von mir über Inflation erschienen!

Wir wissen genug! Quelle: http://www.agora42.de/index.php









Was wissen wir über Inflation und was nicht? Anhand dieses Themas werden die Grenzen unseres Wissens versucht zu ziehen!

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Kommentare:

  1. Der Artikel in agora42 ist etwas schwach auf der Brust. Beispiel: Ceteris paribus bedeutet nicht, dass man bei der Betrachtung eines Prozesses andere NICHT beachtet, man nimmt sie nur als unverändert an. Das ist ein ziemlicher Unterschied. Und zu formulieren, dass "die herrschende Volkswirtschaftslehre" versuche, die Inflation anhand von Formeln zu berechnen und dadurch menschliches Verhalten vorhersagen wolle, ist totaler Nonsens. Inflation ist qua definitione das Ergebnis einer Formel - und will sicher nicht menschliches Handeln vorhersagen. Umgekehrt wird höchstens "ein Schuh draus", wenn man eine solche Kausalität überhaupt für sinnvoll halten möchte.

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  2. LiebeR Anonym!

    Danke fuer das ehrliche Feedback und deine Meinung zu meinem Artikel!

    Mit Ceteris paribus hast du Recht. Es ist natuerlich ein Unterschied, ob man Prozesse nicht beachtet oder sie zwar beachtet, aber als unveraenderbar annimmt. Das war sicherlich flapsig formuliert von mir.

    Das Problem im Zusammenhang mit Wissen ist, denke ich: Woher moechte man wissen, welche Prozesse wichtig sind, unveraenderbar angenommen werden koennen und welche nicht? Ist da nicht eine gewisse Willkuer dabei? Und die Frage ist, ob eine Analysemethode, welche Dinge in einer sich staendig veraendernden Welt als bleibend annimmt (was man natuerlich auch hinterfragen kann), nicht in Gefahr laeuft, fehlzugehen.

    Und zur Definition: Inflation kann auch zunaechst als Phaenomen gesehen werden. Man erfaehrt, dass man einen Tag spaeter einkaufen geht und die Preise sind alle gestiegen. Die Formel ist dann nur das Ergebnis von Ueberlegungen, dieses Phaenomen erklaerbar und handhabbar zu machen, wie das Suchen von Naturgesetzen.

    Nimmt man nun beispielsweise die Quantitaetstheorie des Geldes zuhand, welche Preisniveau, BIP, Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit in direkte Abhaengigkeit bringt, so moechte man das menschliche Verhalten durch diese Formel repraesentiert sehen. Doch was bringt diese Formel, wenn man dann anschliessend damit keine Prognosen und Handlungsempfehlungen geben moechte? Man moechte doch zur EZB gehen koennen und ihr sagen: Hey, wenn ihr das und das macht, wird die und die Inflation herauskommen! Man sagt also indirekt: Wenn das und das passiert, werden die Menschen so und so handeln, denn Geld laeuft nicht ohne Menschen um und das BIP erstellt sich auch nicht ohne Menschen. Dass diese Herangehensweise Nonsense ist, musst du den Leuten sagen, die Inflation so handhaben!

    lg

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