Die Politik der Ratingagenturen

Da Ratingagenturen momentan in aller Munde sind, möchte ich hier darlegen, was das Problem aus meiner Sicht ist. Was sind überhaupt Ratingagenturen, was verkaufen sie und warum wird auf sie gehört?

Was sind Ratingagenturen?
Dieses Video dient als gute Einführung:

Interview über Bitcoin

Vor kurzem wurde ich von Schülern über Bitcoin interviewed. Hier das Interview zum Nachlesen:



Müssen wir wieder direkter werden?

Müssen wir wieder direkter handeln? Mir scheint, als hätten wir mit unseren repräsentativen Demokratien ähnliche Probleme wie mit dem Geldsystem.

After Ostojić 1

Initiative alternatives, demokratisches Geldsystem

Dies ist ein Aufruf von Kamala Wysoudil! Bei Interesse bitte bei ihr melden!

Hallo liebe Kollegen,

mein Ziel ist es eine weltweite Plattform/Initiative/Bewegung ins Leben zu rufen für ein neues/alternatives Geldsystem.
Am Anfang würde ich eine Konzentration auf die DACH Länder vorschlagen.

Dafür sehe ich folgende Vorgangsweise als sinn:voll:

Ist die Frage ein Ausweg aus der Ideologie?


Könnte man eventuell sagen, dass ein großer Unterschied darin besteht, eine Frage zu äußern und eine Aussage zu tätigen? Wie müsste ein philosophisches Programm aussehen, dass auf diesen Unterschied explizit, aber auch implizit eingeht?

Lässt einen die Frage nicht zweifeln, eine Aussage hingegen den eigenen Zweifel verschwinden?

Ist nicht eine geäußerte Annahme verengend, abschließend, Diskussionen beendend und die Suche nach Wahrheit verhindernd?

Interview auf FM4 über Occupy Austria

Der Radiosender FM4 interviewte mich in der Sendung Connected über die Occupy-Austria Bewegung und die Demonstration am 15.Oktober 2011. Das Interview kann man hier nachhören:

Lösungsvorschläge für die Weltprobleme

Ich habe eine Liste einiger (wirtschaftlicher) Weltprobleme erstellt mit dazugehörenden Lösungsvorschlägen und Links, die diese Vorschläge beschreiben.
Das beste ist: Jeder kann sie editieren und weitere Probleme und Lösungen hinzufügen!
Ich habe versucht, die Probleme von oberflächlichen (links) bis strukturellen (rechts) zu sortieren. Natürlich sieht nicht jeder das gleiche als Problem, bzw. die selben Lösungen als angemessen, es soll jedoch hier einfach eine Sammlung entstehen an Möglichkeiten, die bereits existieren...
Viel Spaß beim Editieren!

Die Liste kann unter diesem Link bearbeitet werden!

Vorschau der Liste:

Abschaffung des Gewinns

In diesem Blogpost möchte ich zunächst erklären, was als allgemeine Rechtfertigung für den Unternehmergewinn gilt (wobei ich mich auf Kleinunternehmen beziehe!). Dann möchte ich einen Vorschlag bringen, um diese Rechtfertigung zu beseitigen und dadurch Preise allgemein zu senken.

Was ist Geld? Wie funktioniert es?

Mafiaprinzip und Schneeballsystem

Unser Wirtschaftssystem trägt zwei Prinzipien in sich: Das Mafiaprinzip und das Schneeballsystem.

Was ist das Mafiaprinzip?
Eine Mafia zeichnet sich unter anderem durch folgende Dinge aus:
  1. Die Hierarchie schützt sich selbst und besonders die obersten.
  2. Die "unten" in der Hierarchie machen die harte Arbeit, die "oben" verdienen am meisten.
  3. Der Bedarf für das Produkt, das von der Organisation angeboten wird, wird von der Organisation selbst geschaffen.
Ich möchte auf alle drei Punkte genauer eingehen:

Verlagskonzepte der Zukunft

Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit Alternativen zu herkömmlichen Verlagen. Ich habe über Konzepte für Zeitungen der Zukunft geschrieben, Vorschläge für eine moderne Buchhandlung gebracht und schließlich auch über den Verlag im Zeitalter seiner wirtschaftlichen Zwecklosigkeit geschrieben. Einiges daraus habe ich schließlich versucht, selber anzuwenden. Was funktioniert hat und was nicht, versuche ich nun hier zu erörtern. Ein Ergebnis vorweg: Das Funktionieren hängt immer davon ab, was das Ziel sein soll.

"Geld ist nicht so wichtig"

Ich möchte hier über zwei Begegnungen schreiben. Diese fanden mit zwei Menschen statt, die unterschiedlicher nicht sein können. Beide haben unterschiedliche Zugänge zum Geld, aber es sind sich beide dabei irgendwie auch einig. "Geld ist nicht so wichtig", könnte man von beiden hören. Beide repräsentieren nur zwei Augenblicke unseres heutigen absurden Daseins, auf der Palette der verschiedenen Lebenswege. Sie repräsentieren beide unser derzeitiges System, mit seinen Erwartungen zwischen unendlichem Wachstum und baldigem Totalcrash.

Diplomarbeit: Das Geld in der Neoklassik

Meine Diplomarbeit kann jetzt unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.patricksiebert.at/publikationen/diplomarbeit/

Das Geld in der Neoklassik. Der Paradigmenwechsel in der Ökonomik am Beispiel der Geldtheorie.

Die Neoklassik ist das zentrale wirtschaftswissenschaftliche Paradigma. Sie hatte jedoch, ausgehend vom intertemporalen Tauschparadigma, nie zufriedenstellende Antworten auf eine zentrale Fragestellung geben können: Was ist Geld, woher kommt es und warum wird es verwendet? Abseits vom Mainstream erwuchsen dadurch Geldtheorien, die von der Neoklassik unbeachtet blieben. Heutige Theoretiker stehen vor dem Versuch, die blinden Flecken der herrschenden Lehre aufzudecken und die Theorie zu korrigieren. Manche von ihnen sprechen sogar von einem Paradigmenwechsel. Warum dieser möglich erscheint und was der Geldbegriff in diesem Zusammenhang für eine Rolle spielt, soll in dieser Diplomarbeit gezeigt werden.

Warum die Nationalbank verstaatlicht wurde

Ich habe mich immer gewundert, weshalb die Österreichische Nationalbank (ÖNB) vor kurzem verstaatlicht wurde, die privaten Eigentümer also ihre Anteile freiwillig an den Staat Österreich verkauften. (siehe z.B.: Die Presse)

Hier ist die Antwort auf diese Frage:

Praktische Erfahrungen mit Bitcoin

In einem vergangenen Blogpost beschrieb ich die neue Internetwährung Bitcoin. Ich beschrieb die Chancen und auch die Probleme, die von dieser anonymen, weltweiten, dezentralen Währung ausgehen könnten. Um jedoch über die praktische Verwendung schreiben zu können, probierte ich sie einfach einmal aus.

Geld ist kein Ding

Im Forum der Österreichischen Hochschülerschaft fand eine interessante Diskussion statt. Ich hatte dort auf meinen Artikel über den Vorschlag zur Entschuldung Österreichs verlinkt, um darüber mit den WirtschaftsstudentInnen zu diskutieren. Vermutlich bedingt durch die Ausbildung auf der WU kamen nur Standardantworten wie "Der Staat muss sparen", "Das führt zur Hyperinflation" oder "Die faulen Bürger haben über ihren Verhältnissen gelebt".
Ich versuchte, dahin vorzustoßen, wo meiner Meinung nach das Problem liegt, nämlich im Geldsystem. Die ganze Diskussion beruhte jedoch auch auf einem Missverständnis. Geld wird als Ding gesehen - was es nicht ist.

Stephan Schulmeister - ein Neoklassiker erklärt das Geldsystem

Es war eine interessante Diskussion. Franz Hörmann und Ottmar Pregetter diskutierten im Burgkino mit Stephan Schulmeister - einem der bekanntesten Ökonomen Österreichs, angestellt beim WIFO und Berater der Regierung - über unsere Wirtschaft.
Nach einer guten Stunde blieb Schulmeister nur noch eine Möglichkeit: Die Flucht antreten. Was war passiert?

Lösungsvorschläge für das Problem der Gegenseitigkeit

Im vorherigen Blogpost habe ich über das Problem der Gegenseitigkeit geschrieben. Für dieses Problem gibt es bereits mehrere Lösungsvorschläge.
Welche das sind und wie wir die Lösungen und die Probleme zusammenführen könnten, sodass eine Erlösung davon entsteht, möchte ich hier erörtern.

Das Problem der Gegenseitigkeit

In einem vorangehenden Blogeintrag habe ich darüber geschrieben, dass Geld dem gegenseitigen Austausch dient. Wir brauchen Geld nicht, um uns gegenseitig etwas zu schenken. Wir brauchen Geld nicht, wenn uns etwas gestohlen wird, also wenn uns etwas unfreiwillig genommen wird. Wir brauchen Geld ebenso nicht, wenn wir generalisiert tauschen. Wir brauchen Geld, weil wir etwas für unsere Leistung haben wollen. Geld dient in erster Linie der Gegenseitigkeit.

Bitcoin und Rheingold - Komplementärwährungen im Vergleich

Es war ein Tag wie jeder andere, als plötzlich eine Buchbestellung für mein Buch "Vernunft der wirtschaftlichen Kritik. Die wirtschaftsphilosophische Wende" hereinkam. Das Besondere: Der Käufer bot mir keine Euro, sondern Rheingold dafür an. Ich habe schon viel Theoretisches über Regionalwährungen gelesen. Auch etliche meiner Blogposts handeln von Geldtheorie. Doch wirklich in der Praxis mal von diesem Phänomen berührt zu werden, ließ mein Blut in Wallung bringen.

Anleitung zum pädagogischen Win

Dies ist ein Gastbeitrag, geschrieben von Hanna Spegel (Kontakt). Er ist eine Antwort auf den von mir verfassten Beitrag mit dem Titel "Anleitung zum pädagogischen Fail" Der Blog steht jederzeit auch für Gastbeiträge offen, einfach Kontakt mit mir aufnehmen! Danke, Hanna, für deinen Beitrag!
Patrick Seabird

Anleitung zum pädagogischen Win
Bildungswerte? Disziplin overrulez Selbstvertrauen.

Patrick hat in seiner eingangs erwähnten Anleitung “Wie kann man Lehre so organisieren, sodass sie möglichst schlecht funktioniert?” einige Punkte des aktuell an Universität und Schulen praktizierten pädagogischen Worst Case gesammelt. Die Studie “Österreich 2025” der Karmasin.Motivforschung / Zukunftsinstitut Österreich aus dem Jahr 2010 widmet sich dem Gegenteil - und hat kürzlich folgende Fragestellung aufgeworfen: “Wenn wir das österreichische Bildungssystem neu aufsetzen könnten, welche Fähigkeiten sollten besonders vermittelt werden?”
Verblüffend-beunruhigendes Ergebnis der Befragung: “Vermittlung von Anerkennung einer Autorität” wird höher bewertet als “Vermittlung von Medienkompetenzen”. “Vermittlung von Disziplin” hat mehr Gewicht als “Stärkung des Selbstvertrauens von SchülerInnen”. Das wichtigste Bildungsziel bleibt in dieser Erhebung mit 65% “Vermittlung von Allgemeinbildung”, an zweiter Stelle “Individuelle Förderung von Talenten und Fähigkeiten der SchülerInnen”.

Wie man mehr ausgibt, als man einnimmt...

Spätestens seit dem seichten Buch Investment Punk: Warum ihr schuftet und wir reich werden glauben wir zu wissen, was die ökonomischen Grundprinzipien sind. Auf Seite 30 schreibt Hörhan die nach seinen Worten "Grundregel eins" auf:
"Man muss auf Dauer mehr einnehmen, als man ausgibt."
Dies scheint eines der Grundprinzipien unseres Wirtschaftens zu sein. Doch warum eigentlich? Und: Für einige Wirtschaftsteilnehmer scheint das nicht zu gelten.
Ich möchte hier erstens dieses Prinzip hinterfragen. Zweitens möchte ich die Frage stellen, wie es möglich sein kann, mehr auszugeben, als man einnimmt.

Das Problem mit dem Datenschutz

Über den Datenschutz und die Privatssphäre gibt es viele Diskussionen. In einem anderen Artikel habe ich schon einmal über die Gefahren von Facebook geschrieben. Aber was ist eigentlich das Problem mit dem Datenschutz?

Zweiter Vorschlag zur Entschuldung Österreichs

In einem vergangenem Blogpost habe ich bereits einen Vorschlag zur Entschuldung Österreichs gebracht. In vielen Staaten ist die Bezahlung des Zinsendienstes zu einem der größten Budgetposten geworden. Da die Zinsen aufgrund des Zinseszinseffektes exponentiell ansteigen bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis die Zahlungsunfähigkeit und der Staatsbankrott droht. Ich möchte hier einen Vorschlag von Walter Siebert ausformulieren. Seine Idee erscheint mir als die weitaus elegantere zur Lösung des Staatsschuldproblems.

Franz Hörmann und das Ende des Geldes

Die Wirtschaftsuniversität Wien ist nicht für ihre kritische Wirtschaftslehre bekannt. Vielmehr wird marktkonforme Dogmengeschichte im neoliberalen Stil gelehrt, alternative Theorien kommen, wenn überhaupt, nur als Fußnote vor. Der Geist Karl Poppers scheint die sterilen Hallen des Universitätszentrum Althanstraße nie betreten zu haben. Als kritischer WU-Studierender wird man dem leicht zustimmen, als unkritischer ist man meist selber mit seinen Aussagen und Handlungen der beste Beweis. Man wird selten einen WU-Absolventen treffen, der die Aussage "Der Markt ist die effizienteste Organisationsform der Wirtschaft" nicht sofort unterschreiben würde.
Umso mehr war ich überrascht, dass es ein WU-Professor war, der offen in einer österreichischen Tageszeitung über den Zusammenbruch der Wirtschaft und das Enteignungsmodell der Banken sprach.
Ich habe Professor Franz Hörmann getroffen und mit ihm über seine Thesen geplaudert.

Die Wesen jenseits unserer Sinne

Wir nehmen die Welt um uns herum mit unseren Sinnen wahr. Traditionell spricht man, wie auch schon von Aristoteles beschrieben, von den fünf Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Sehen wir von anderen möglichen Einteilungen ab und vernachlässigen wir transzendentes, apriorisches, tautologisches oder auch spirituelles Wissen, so erlangen wir unser Wissen über die Welt komplett über unsere Sinne. Wir sehen die Tiere um uns herum, wir spüren den Wind und die Sonne auf unserer Haut, wir schmecken die unterschiedlichen Gewürze, wir riechen Gerüche. Unsere komplette moderne, empirische Wissenschaft ist darauf aufgebaut, dass wir Phänomene über unsere Sinne wahrnehmen oder wahrnehmbar machen (im Experiment, über die Technik,...) und uns versuchen zu erklären.

Anleitung zum pädagogischen Fail

Paul Watzlawick schrieb einst ein brillantes Buch mit dem Titel "Anleitung zum Unglücklichsein". Auf dem Klappentext meines Exemplares steht: "Diese Anleitung nicht zu befolgen ist der erste Schritt zum Glück".
Es stimmt, dass man Vieles lernen kann, wenn man sich ansieht, wie man etwas gerade nicht macht. (Ähnlich geht auch Dilbert-Erfinder Scott Adams vor, wenn er vorschlägt, schlechte Lösungen für ein Problem zu finden)

Deshalb möchte ich hier ein paar Punkte aus meiner persönlichen Lernerfahrung beschreiben. Wie kann man Lehre so organisieren, sodass sie möglichst schlecht funktioniert? Damit man zumindest sieht, wie man es nicht tun sollte:

Warum keine Inflation kommt

In der Schule haben wir gelernt, was Inflation ist: Im Vergleich zur Warenmenge steigt die Geldmenge übermäßig an. Dadurch sinkt der Wert des Geldes. Die Preise steigen.
Berechnet wird die Inflation mit einem Warenkorb. In diesen werden durchschnittliche Waren hineingenommen. Man sieht sich die Preise dieser Waren an und vergleicht sie mit den Preisen selbiger ein Jahr später. Sind die Preise gestiegen, so gibt es Inflation.
Geld kommt durch Kredite in Umlauf. Wenn also die Europäische Zentralbank die Geldmenge ausdehnen möchte, senkt sie den Zinssatz für das Geld. Nun ist dieser schon seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau. Aber warum kommt keine Inflation, obwohl die Wirtschaftsleistung in der letzten Zeit nicht hoch war?

Vielleicht, weil das, was wir über Inflation zu wissen glauben, falsch ist.

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

Wenn der Individualverkehr ein Computer wäre, dann wäre es vermutlich ein Apple. Der öffentliche Verkehr hingegen wäre ein PC.

Metro Station, Osaka Japan

(Quelle: http://www.flickr.com/photos/ivanwalsh/4624198454/)


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